Turbulent wie gewohnt verliefen die Athletenverhandlungen von Manager Günter Eisinger
für die morgige Hochsprung Gala, galt es doch, kurzfristige
Verletzungsabsagen adäquat zu ersetzen. "Es gab doch einige Verletzungen
bei Deutschen, das fällt in dieser Häufigkeit schon auf," rätselt der
Hesse über etwaige Ursachen. In einem Fall war der Athletenmanager gar
gezwungen, eine Zusage aufgrund Unzuverlässigkeit zu widerrufen. "Wenn
ich Rückmeldungen zur Leistungsfähigkeit erbitte und nichts tut sich,
muss ich handeln. Wir gehören zu den Topmeetings weltweit und müssen gut
aufgestellt sein." Wie gut aufgestellt die 12. Auflage sein wird,
zeigte sich bei der gestrigen Abschlussbesprechung: Die Olympiasiegerin 2004 und Doppelweltmeisterin 2004 und 2006, Yelena Slesarenko
wird das Frauenfeld anführen. Die Russin dürfte Gala-Kennern keine
Unbekannte sein, war sie doch 2007 mit 1,95m an der Bergstraße
erfolgreich. "Es ist wieder einmal einsame Spitze, was
Günter geleistet hat, seine Kontakte machen einfach den Unterschied. Ich
habe gestern im Scherz gesagt, ich würde ihn auf den Schultern durch
die Halle tragen, aber das schaffe ich nicht," lobt Meetingchef Thomas
Geißler den schwergewichtigen Hessen.